Folge mir in meine Morgelwelt!

Autor: Jens K. Carl.
Illustrationen: Jens K. Carl (KI-generiert).
Altersempfehlung: ab 3 Jahren.
Frank Schumann, den Morgel-Entdecker.
Morgel und die Gemeinschaft am KomstkochsteichEine unerwartete BegegnungEin kalter Frühsommermorgen. Nebelschleier steigen über dem Komstkochsteich auf. Die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch den dichten Wald und zeichnen drollige Figuren auf das Wasser. Es riecht nach modrigem, nassem Holz. Die Vöglein zwitschern munter durcheinander, die Frösche quaken lauthals um die Wette. Wie aus dem Nichts ist auf einmal Gesang und lustiges Pfeifen zu hören. Es wird immer lauter und lauter. Ein halbwüchsiges Männlein mit kurzer Badehose und spitzem Hut kommt aus dem dichten Wald daher gelaufen. Über seiner Schulter hängt ein großes Badetuch. In seiner Hand hält es ein kurzes Stöckchen. Es ist sein Zauberstab. Immer dann, wenn es barfüßig auf einen trockenen Ast oder einen Baumzapfen tritt, wird sein lustiges Trällern durch ein Grummeln und ein lautes Aua unterbrochen. Das Männlein ist ein Waldkobold und er nennt sich Munk Orgu-Telas. Munk lebt hier schon seit vielen hundert Jahren in der Nähe der Hohen Wurzel. Gut gelaunt am Ufer angekommen, ist jählings ein Stöhnen und Gluckern zu hören. |

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Pitschnass und von oben bis unten mit Teichpflanzen und Schlamm bedeckt, schimpft der Kobold laut vor sich hin: »Autsch, mein Po! … Eyers-maners-duers, noch einmal! Ist das glatt hier. … So ein Schlamassel. Bäh! … Nanu, wo ist denn mein Zauberstab hingeflogen? … Ich muss gleich nach ihm suchen.«
Unterdessen taucht auf der anderen Seite des Teiches ein kleines, zierliches Rehkitz auf. Beim Fangenspielen mit einem hübschen, bunten Schmetterling hat es sich hierher verlaufen und seine Mutter aus den Augen verloren. Und wie das eben manchmal so ist, hat das Kitz vor lauter Herumrennen und Toben ganz vergessen, dass es sich eigentlich nicht von ihr entfernen soll. »Was gibt es denn da zu feixen? Der muss aufpassen, dass ich ihm nicht die Ohren langziehe!«, schimpft Munk vor sich hin, während er im Dickicht nach seinem Zauberstab sucht. »Ah! Da ist er ja!« Das kleine Kitz schaut dem Kobold mit seinen großen, braunen Knopfaugen eine Weile nach und wartet ab, bis dieser wieder an ihm vorüber schwimmt, und fragt: »Wo sind wir hier?« Nach kurzer Zeit meldet sich das Rehkitz wieder zu Wort: »Also, jetzt sage ich dir mal was. Du brauchst einen lustigeren Namen. Vor allem einen, den auch ich mir merken kann.« »Das will ich aber auch!«, ruft Gunther, ein äußerst schwatzhafter und neugieriger Specht, dazwischen. Er hat seit Längerem das Treiben von einem Ast aus beobachtet. »Wir werden dich alle ab jetzt nur noch Morgel nennen.« Freudig tippt er mit seinem Zauberstab auf die Brust und schwuppdiwupp ist der Kobold von oben bis unten in einen grünen Samtanzug gekleidet. An seinen Füßen stecken plötzlich knöcheltiefe, schwarze Stiefel. »Nun, genug des Redens. Ich habe Hunger. Ihr sicher auch. Oder?« Eine zauberhafte WurzelhöhleKaum hat das Rehkitz seinen Satz beendet, brummt, knistert und knarrt es fürchterlich um sie herum. Die umstehenden Bäume und Sträucher richten sich urplötzlich auf. Sie schütteln wild ihr Geäst hin und her, sodass zahlreiche Zapfen herabhageln und ein wahrer Nadelregen auf die Drei herniedergeht. |

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»Sei bitte still! Die können jedes Wort verstehen«, mahnt der Kobold das Kitz an und streift sich dabei die Nadeln und Zweige vom Umhang. »Wir sind hier an einem magischen Ort. Pass mal gut auf.« Morgel setzt einen Schritt nach vorn, zwischen zwei uralten, prächtig anmutenden Weißtannen. Auf einmal erscheint wie aus dem Nichts vor ihnen der knöcherne, hohle Baumstumpf einer gigantischen, jahrhundertealten, mit Moosen und Flechten bewachsenen Buche. Dann macht er einen Schritt zurück und der Stumpf ist wieder verschwunden. »Toll, nicht wahr? Wir wollen doch nicht, dass unser Zuhause sofort von jedem gesehen wird«, fügt er noch hinzu. »Boah, das ist ja Zauberei!«, ruft das Kitz verblüfft. »Also, ich sehe die Höhle immer noch«, gibt der Specht an. »Du wohnst doch auch hier, Gunther. Deshalb siehst du die Höhle zu allen Zeiten«, erwidert Morgel. »Und nun möchte ich dir, liebes Rehkitz, zwei meiner besten Freunde vorstellen«, und umarmt dabei ganz liebevoll und fest eine der beiden Weißtannen. »Unsere besten Freunde, bitte schön!«, mahnt Gunther den Kobold an. »Natürlich unsere Freunde«, berichtigt sich der Morgel. »Dies ist die Zaubertanne Albamon und gegenüber ruht die gute Albasol. Ich möchte euch beiden das Rehkitz vorstellen. Ihr gestattet doch, dass ich ihm das Innere unserer Wurzelhöhle zeige.« »Aber sicher darfst du das, auch wenn mir das Rehlein ziemlich vorlaut erscheint«, antwortet Albamon mit tiefer, kratziger Stimme. »So ein hübsches Kerlchen, aber auch. Bleibt es denn für länger bei uns? Es ist schön, dich kennenzulernen«, verbeugt sich die zweite Weißtanne. »Gestatten, Albasol!« Dann richtet sie sich wieder auf und schwenkt dabei lustvoll krächzend ihre Äste und Zweige hin und her. »Ich bin eine Zaubertanne. Sieh nur, wie prachtvoll und wunderschön ich bin.« »Gib nicht immer so an, Albasol! Hallo mein Kleiner, ich heiße Albamon. Wir beide wachen zusammen über Herrn Munks Koboldhöhle und ab sofort mit Freuden auch über dich, falls du dies möchtest. Ach was, all unsere Baumfreunde rundherum würden nur zu gern auf dich aufpassen wollen.« »Ich freue mich auch, euch beide kennenzulernen«, grüßt das Rehkitz freundlich und mit weit aufgerissenen Rehleinaugen zurück. »Stellt euch nur mal vor, Munk nennt sich ab heute nicht mehr Munk. Das Kitz hat ihm einen neuen Namen verpasst. Er heißt von jetzt an Morgel. Ihr wacht also ab sofort über Herrn Morgels Koboldhöhle«, flüstert Gunther Albasol ins Astloch. Verwundert und sprachlos schauen sich die beiden Weißtannen an. »Na, das muss ich aber gleich meinen Tannenfreundinnen erzählen«, platzt es aus Albasol heraus. »Nun reicht es aber mit euren albernen Sticheleien. Ich heiße von jetzt an Morgel. Eyers-maners-duers, noch einmal! Lasst uns endlich weitergehen. Ihr zwei könnt euch nützlich machen und derweil Ausschau nach des Kitzes verloren gegangener Mutter halten. Sie heißt Gertrud. Merkt euch diesen Namen gut! Sie muss irgendwo hier herumäsen«, gibt Morgel den beiden Tannen zu verstehen. »Und nun, Rehkitz, folge mir bitte!« Die drei gehen mit kurzen Schritten langsam auf den kleinen Baumstumpf zu. Mit jedem Tritt, den sie näherkommen, beginnt dieser zu wachsen und wird größer und größer. Als sie direkt vor ihm stehen, ist er so hoch wie ein Haus. Auf einmal sind auch eine Pforte und drei verschieden große Fenster zu sehen. Aus einem kleinen Schornstein steigt bunter Qualm auf. |

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Morgel geht voraus, öffnet die Tür und fordert das Kitz in gebeugter Haltung freundlich auf: »Hereinspaziert in unsere gute Stube!«
Vorsichtig schaut das Rehkitz zur Tür hinein und staunt Bauklötzchen: »Boah, ist das eine große Höhle. Das muss sehr wohl Zauberei sein.« Es entdeckt eine lange Tafel mit zwölf Stühlen, einen riesigen Schrank mit Töpfen und Geschirr darin und einen Kamin, in dem ein Feuer leise vor sich hin knistert und für wohlige Wärme sorgt. In der anderen Ecke steigen aus einem Backofen dünne Rauchfahnen hervor. Es duftet appetitlich nach frischem Gebäck. Daneben steht eine große Spüle, in der sich gerade zwei Mäuse ein Bad einlassen. Aus einem eisernen Hahn an der Wand lassen sie glasklares Quellwasser ins Becken tropfen. Die beiden winken dem Rehkitz zu und rufen: »Hallo, wir sind Mio und Pio. Herzlich willkommen, du kleines Rehlein!« »Reden, reden, reden! Macht ihr noch mit? Ich dachte, du wolltest ihm die Höhle zeigen?«, erkundigt sich Gunther und fliegt ungeduldig vor dem Kamin hin und her. »Da drinnen wohnt der alte Adalbert. Komm, los, zeig dich mal!« Vor ihnen liegt ein langer Gang, von dem links und rechts je ein großer Raum abzweigt. Der Linke ist hell erleuchtet. Dort stehen kleine Bäume, Sträucher und Volieren aus Holz drinnen. Es sind auch einige Nischen mit Grünzeug darin, und es duftet nach frischem Gras und Heu. Der rechte Raum ist stockduster und es strömt ein feuchter, modriger Geruch heraus. Am Ende des Ganges sind zwei weitere Türen. An der einen steht auf einem alten, verrosteten Schild ›Nur für Kobolde‹. An der anderen Tür ist weder ein Knauf zum Öffnen noch ein Schloss daran. Was sich wohl dahinter verbirgt, fragt sich das Kitz insgeheim. »Schau nur hinein in meine gute Stube«, fordert Morgel das Rehkitz auf. »Hier wohne ich.« |

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Neben dem Bett steht eine beleuchtete Vitrine mit allerlei kunstvoll verzierten Büchern und einem Häufchen verstaubter Tonscherben darin. Hier und da hängen Bilder mit Tiergesichtern an den Wänden. Auf einem entdeckt das Kitz einen grimmig dreinschauenden Wolf und erstarrt vor Schreck.
»Das ist Banjo, ein Wolfshund«, spricht Morgel mit ruhiger Stimme und zeigt voller Stolz auf das Gemälde. »Er war über viele Jahre ein wirklich guter und treuer Gefährte.« Dann entdeckt das Kitz neben dem Himmelbett eine weitere Tür. »Was ist da dahinter?«, fragt es neugierig nach. Plötzlich erwacht der kleine Hund auf dem Bett. Antony ist ein pfiffiger weißer Terrier, der vor Jahren seinem Herrchen ausbüxte, sich dann im Wald der Gemeinschaft am Komstkochsteich anschloss und seither beim Kobold mit in der Stube wohnen darf. »Wuff! Wuff! Du bist aber ein hübsches Rehlein. Sei willkommen! Mein Name ist Antony vom Leinetal. Und wer bist du?«, fragt der kleine Hund nach und wedelt vor Freude wild mit seiner Rute hin und her. Der Ältestenrat soll entscheidenAls die drei im Vorraum ankommen, haben die anderen Bewohner der Wurzelhöhle und weitere Gäste bereits am Tisch Platz genommen und warten sehnsüchtig darauf, mit dem Frühstück beginnen zu können. |

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»Da seid ihr ja endlich. Wir warten bereits auf euch. Komm hierher, Rehkitz, setze dich zu mir«, winkt ein junger Fuchs den Neuankömmling herbei. »Mein Name ist Lothar vom Hocksloch. Los, komm schon her! Ich beiße dich nicht. Wohin auch, so dürr wie du bist. Da musst du wohl noch ein wenig Speck ansetzen, mein Lieber.« »Sei nett zu ihm, Lothar! Deine Art, Spaß zu verstehen, versteht unser Besuch höchstwahrscheinlich nicht. Hier im Zauberwald sind alle tabu für dich«, mahnt Morgel den Fuchs an. »Das weißt du doch!« »Und genau deshalb werde ich mich jetzt in meinen Fuchsbau zurückziehen. Ich kann dieses ganze Grünzeug nun mal nicht ausstehen«, spricht Lothar und schleicht auf leisen Pfoten zur Tür hinaus. »Komm, Rehkitz, ich möchte dir jetzt die anderen Bewohner vorstellen«, spricht Morgel und führt es reihum. »Esmeralda, Gunther, Adalbert sowie Mio und Pio kennst du ja bereits. Hier sitzt unsere schlaue Lava. Sie ist eine eurasische Luchsin. Ich habe die Gute vor zwei Jahren höchstpersönlich mit der Flasche aufgezogen.« Unterdessen krabbelt klammheimlich ein Igel durch die Stube. Vollgefressen und müde kommt Stachel, so wird er genannt, von seinem nächtlichen Streifzug zurück. Der ganze Tumult heute Morgen geht dem kleinen Kerl gehörig auf die Nerven. Er murmelt vor sich hin: »Hmm! Immer neue Gesichter, neue Gesichter. Wo das nur hinführen soll, hinführen soll.« »Ich will zuerst … Rupp, Rupp!«, grunzt Ben, ein Frischling, und schubst seinen Bruder Ken zur Seite. |

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Plötzlich sind alle Blicke gespannt auf den Waldkobold gerichtet. »Darüber habe ich auch schon nachgedacht«, gibt Morgel zu. »Wartet doch noch mit dem Essen. Ich bitte den Ältestenrat, sich sogleich in meine Koboldstube zurückzuziehen. Wir müssen uns beraten. Kommt mit!«
»Die denken gerade darüber nach, ob du für immer hier im Morgelwald bleiben darfst«, flüstert Gunther dem Kitz ins Ohr. »Wäre das nicht toll?« Die Gemeinschaft wächstAls die Mitglieder des Ältestenrates zurückkehren, richtet der Dachs das Wort direkt an das Rehkitz: »Wir haben soeben beschlossen, dich zu bitten, deine Mutter Gertrud hierher zu uns in die Wurzelhöhle zu bringen. Wir möchten euch beide fragen, ob ihr gerne hier im Morgelwald …« Die Stunden vergehen und vom Rehkitz und seiner Mutter Gertrud ist weit und breit nichts zu sehen oder zu hören. Langsam fangen alle an, sich Sorgen zu machen. Unruhe kommt auf. Lothar hat es sich unterdessen in seinem Bau am Hocksloch bequem gemacht und hält ein Nickerchen. Nach einiger Zeit stolziert ein Grünrock mit Feldstecher, Kamera und Schießgewehr am Eingang Der Jäger ist vollkommen verwirrt, als er den Fuchs und dann auch noch die Luchsin vor dem Hochsitz entdeckt. In Eintracht vereint mit einer Ricke. Wie sonderbar, denkt er. Im ersten Moment weiß er nicht so recht, welches Tier er zuerst mit seinem Fernglas beobachten soll. In dieser Gegend ist mir bisher noch nie eine solch eigenwillige Wildkatze begegnet, wundert sich der Grünrock. Er hält kurz inne und zückt dann schnell seine Kamera, um wenigstens ein Foto von den beiden zu schießen. |

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Gertrud wirkt unterdessen verstört und ist von Panik getrieben. Sie rennt zwischen dem Fuchs und der Luchsin hin und her. Weiß die Situation nicht einzuschätzen. Dann springt sie mit einem Satz ins Dickicht, um sich zu verstecken. Sie ist völlig abgehetzt und außer Atem. Erst ein Fuchs, der sie warnt, und dann noch eine Luchsin, die sich für sie in Gefahr bringt. Sind denn alle verrückt hier? Wo ist nur mein kleines Kitz abgeblieben? Hoffentlich ist ihm nichts Schreckliches passiert, geht es ihr durch den Kopf.
Es ist still geworden um sie herum. Die Ricke spitzt ihre Ohren, um zu hören, ob die Angreifer noch da sind. Dann vernimmt sie eine zarte Stimme aus dem Gebüsch nebenan. »Kommen sie mit mir, Frau Gertrud«, flüstert Lava ihr zu. »Ich bringe sie in Sicherheit. Zu Freunden. Ihr Rehkitz ist auch schon dort.« »Wo bringt ihr mich denn hin?«, fragt Gertrud. Auf dem Weg zur Wurzelhöhle begegnen die drei dem umherirrenden Kitz. Die Freude über das Wiedersehen der beiden ist riesig. »Aber, aber, ich bin überrascht von dir, mein Lieber«, flüstert Lava Lothar ins Ohr und nimmt ihn zur Seite. »Ich hätte nicht gedacht, dass du dich so ins Zeug legst.« Als die vier vor der Wurzelhöhle ankommen, ruft Lava dem Morgel schon von Weitem zu: »Wir haben sie! Wir haben sie! Wir haben die Ricke am Hocksloch gefunden und das Kitz haben wir auch unterwegs eingesammelt.« Freude und Erleichterung kommen unter allen Tieren und beim Kobold auf. Jubel bricht aus. Die Frischlinge tanzen Ringelreihe. »Lange Rede, kurzer Sinn! Klipp-klapp!«, ruft Esmeralda dazwischen. »Wir möchten euch beide fragen, ob ihr gewillt seid, euch unserer Gemeinschaft anzuschließen. Bei uns findet ihr ein ruhiges und sicheres Plätzchen. Wie ich gehört habe, sucht ihr ein solches doch.« |

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»Das ist eine sehr gute Entscheidung. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen«, spricht Morgel erleichtert. »Dann werden wir gleich mit dem Aufnahmezeremoniell beginnen. Bitte tretet beide vor und senkt euer Haupt.«
Sofort kehrt im Wald völlige Stille ein. Der Kobold zieht seinen Zauberstab heraus und tippt den beiden Neulingen nacheinander auf die Stirn. Mit einem Mal erscheinen zwei blaufunkelnde Lichter vor ihren Augen und tanzen lustig hin und her. Eine Wolke aus silberglänzendem Sternenstaub umhüllt ihre beiden Körper und steigt empor. Ende Was die Ricke Gertrud und ihr Rehkitz auf ihrer langen Reise durch das Thüringer Land erlebt haben, was es mit der geheimnisvollen zweiten Tür in der Wurzelhöhle auf sich hat, ob Morgel jemals seinen Wolfshund Banjo wiedertrifft und warum Morgel diese Tonscherben sammelt, erfährst Du in einer der nächsten Geschichten, die sicher irgendwann einmal auch für Dich hier erzählt werden. Bleib voller Neugier! |
Erfahre mehr über die Morgel-Lieder aus den Morgelgeschichten.
Erfahre mehr über die Figuren, Dinge und Orte in den Morgelgeschichten.
Erfahre mehr über die Zaubersprüche in den Morgelgeschichten.
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Überarbeitung des Textes und Neugestaltung der Illustrationen am 13.07.2025.

Rund um die Morgelgeschichten:








Pingback:Episode 1: Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich – Edition Märchenhaftes Thüringen
„Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich“ ist ein zauberhaftes Abenteuer, das direkt ins Herz des Thüringer Waldes entführt. Schon die erste Szene am nebligen Teichrand fesselt mit lebhaften Bildern und albernem Kobold-Chaos – man spürt förmlich das kühle Wasser und hört das fröhliche Gequake der Frösche. Die Begegnung zwischen dem tollpatschigen Waldkobold Munk Orgu-Telas und dem ausgelassenen Rehkitz sprüht vor Witz und lässt nicht nur Kinder vor Vergnügen kichern.
Die wahre Stärke dieses Buches liegt in seiner warmherzigen Botschaft: In der Gemeinschaft finden verschiedene Waldbewohner einander, helfen sich über Ängste und Einsamkeit hinweg und feiern die kleinen Wunder des Miteinanders. Jens K. Carl verwebt Humor und Magie mit einer sanften Moral, ohne je ins Kitschige zu verfallen. Mit seinen skurrilen Figuren und liebevollen, farbigen Illustrationen ist dieses Bilderbuch ein erfrischendes Leseerlebnis – absolut empfehlenswert für Jung und Alt!
Die erste Morgelgeschichte entführt die Leser in eine märchenhafte Welt voller Fantasie und Herzlichkeit. Die Handlung beginnt mit einer unerwarteten Begegnung zwischen dem Waldkobold Munk Orgu-Telas und einem neugierigen Rehkitz. Nach einem humorvollen Missgeschick am Teich entwickelt sich eine warmherzige Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Das Rehkitz findet in der Gemeinschaft am Komstkochsteich ein neues Zuhause, und die Erzählung vermittelt auf liebevolle Weise Werte wie Hilfsbereitschaft und Geborgenheit.
Jens K. Carl schreibt in einem bildhaften und lebendigen Stil, der besonders junge Leser anspricht. Die detailreichen Beschreibungen der Natur und der märchenhaften Figuren lassen die Geschichte lebendig werden. Der Ton ist warm und einladend, mit einer Prise Humor, die das Lesen besonders unterhaltsam macht.
„Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich“ ist eine wunderbare Geschichte für Kinder ab drei Jahren, die sich für fantasievolle Erzählungen begeistern. Die liebevolle Darstellung der Charaktere und die positive Botschaft machen das Buch zu einer empfehlenswerten Lektüre für Familien und junge Leser, die in eine magische Welt eintauchen möchten.
Die große Ausnahme!
Ich war gestern auf der Stuttgart Buchmesse als Gast unterwegs. Ich war beeindruckt, von der Fülle an Angeboten. Die Menschenmassen strömten wie Lämmer durch die Reihen. Von Kinderbüchern bis zur Fantasy, über Krimis und Liebesromane war alles vorhanden. Allerdings gab es auch allerlei Klimbim, fast schon wie auf einer Esoterikmesse, zu sehen.
Eines ist mir allerdings besonders aufgefallen, der kleine Stand mit den Morgelgeschichten. Was suchen Thüringer Märchen mitten im Schwabenländle, habe ich mich gefragt. Als ich die Bücher durchblätterte und die liebevollen Schattenrisse entdeckte, war ich hin und weg. Sie unterschieden sich so extrem von den kunterbunten Büchern, die ich zuvor durchblätterte. Die kurzen Testpassagen, die ich in aller Eile anlesen konnte, führten mich sofort in eine zauberhafte Welt, die es ja real, wie mir der Autor, Herr Jens K. Carl, versicherte, im Thüringer Wald, unweit von Waltershausen, geben soll. Eine Welt verschiedenster Tiere und Pflanzen, deren Alltagsleben wir miterleben dürfen. Alle unsterblich vereint um den Waldkobold Morgel und dessen gute Freundin, die Waldfee Regina.
Ich kann diese märchenhaften Kurzgeschichten nur empfehlen. Viel Spaß.
Die Morgelgeschichten von Jens K. Carl sind sogenannte „Moderne Märchen“. Sie spielen in der heutigen Zeit und schaffen einen hervorragenden Wechsel von der realen Gegenwart in die Fantasiewelt. Hauptfiguren sind in diesem ersten Teil ein Kobold, namens Munk Orgu-Telas, und das Rehkitz. Es geht in diesem Märchen um Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstlosigkeit innerhalb einer Gemeinschaft aus Pflanzen und Tieren.
Die Morgelgeschichte ist lustig und ernst zugleich. Durch die einfache kindgerechte Sprache lässt die Handlung schnell verinnerlichen. Das Cover wirkt ein wenig düster, dennoch ist der Inhalt herzerfrischend und unterhaltsam.
Man möchte ein Teil der Gemeinschaft sein.
Das Märchen vom Waldkobold Munk Orgu-Telas und dem Rehkitz ist lustig und herzergreifend geschrieben. Die bildhafte Beschreibung des Waldes rund um den Teich und des Inneren der zauberhaften Wurzelhöhle ist bemerkenswert und lässt den Leser in diese wundersame Welt eintauchen. Die Sprache ist kindgerecht und einfach. Ich freue mich schon auf weitere Morgelgeschichten dieses Autors.
Hallo, lieber Herr Carl,
ihre Geschichten sind einfach total Klasse…..so spannend und witzig und auch lehrreich . Ich würde mir sehr wünschen, dass es diese als Buch zu kaufen gibt (oder gibt´s das schon?), denn diese Abenteuer sind auch zum Vorlesen in der Grundschule gut geeignet….
Bravo und weiter so – ich bin ein großer Fan!
Hallo Herr Carl, herzliche Grüsse aus Hermsdorf/Thüringen. Bin durch den Artikel im AA auf Sie und Ihre wunderbaren Geschichten gestoßen. Die schwarz-weissen Bilder dazu – einfach perfekt. Bitte machen Sie weiter so.
Bei der 1. Geschichte bitte ich um eine kleine Korrekturlesung zum Text:
Am täglichen Frühstück…
In grosser Vorfreude auf weitere schöne Geschichten von Ihnen (vielleicht denken Sie über ein Buch nach?)
Sehr geehrter Jens Karsten Carl, ich liebe Tiergeschichten und habe selbst schon viele geschrieben. Für jedes Enkelkind habe ich ein Büchlein geschrieben und alle Geschichten erzählen von Tieren, genau wie bei Ihnen. Es sind schöne Geschichten über den Morgel. Ich kann mich so gut in diese Natur und Tierwelten versetzen. Die letzten zwei Bücher haben mein Mann und ich über einen Eigenverlag bei Amazon veröffentlicht, vielleicht gelingt es ihnen auch. Ich wünsche Ihnen noch viele schöne Ideen und alles Gute.