
Autor: Jens K. Carl
Illustrationen: Jens K. Carl (KI-generiert unter Zuhilfenahme von Microsoft Copilot Pro).
Altersempfehlung: ab 5 Jahren.
Kleine Reihe: Zirkuswelt.
Fortsetzung von: Morgel und der kleine Zirkusbär.
Diese Morgelgeschichte widme ich dem Alternativen Bärenpark in Worbis und dem Wildkatzendorf in Hütscheroda.
Was erwartet Dich:
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„Morgel und der Möchtegernzauberer“ entführt in eine stürmische Zirkuswelt. Doktor Freund, ein eigensinniger Tierarzt, wird zu einer Routineinspektion gerufen. Dunkle Wolken und peitschender Regen begleiten seine Ankunft auf dem Rummelplatz, wo er auf atemberaubend illustre Tiere trifft: einen eleganten Schimmelhengst, eine hochbetagte Elefantendame und weitere Zirkusbewohner, deren Schicksal hinter den grellen Scheinwerfern lauert. Schnell wird klar, dass hinter der glitzernden Fassade die Schatten unheimlicher Geheimnisse lauern, und Doktor Freund spürt, dass er mehr als nur Hufe und Schnauzen versorgen muss.
Im Zentrum der Gefahr steht ein geheimnisvoller „Zirkuszauberer“, der mehr Schein als Sein ist, und sein dicker Zirkusdirektor Rossini, der jeden Versuch, sich mit den Tieren anzufreunden, mit Argwohn beobachtet. Als Doktor Freund eine verletzt gehaltene Bärin entdeckt, verknüpft er sein Schicksal mit dem der edlen Kreatur und mit Morgel, dem pfiffigen Waldkobold. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, um hinter die Maske der Beschwörungskünste und Feindseligkeit zu blicken und das wahre Herz des Zirkus freizulegen, ohne dass der Möchtegernzauberer ihnen ebenso bald auf die Spur kommt wie seine düsteren Allianzen. Mit jeder Seite steigt die Spannung. Jens K. Carl verwebt Abenteuerlust, Humor und geheimnisvolle Waldmagie zu einer kurzweiligen Geschichte, die Appetit macht auf mehr. Die Frage bleibt: Was ist wahrer Zauber? Das Wolkentreiben im Zirkuszelt oder die Freundschaft zwischen Mensch, Tier und Kobold. |
Leseprobe:
Morgel und der Möchtegernzauberer»Das Telefon klingelt«, ruft Nicole, die neue Tierarzthelferin, welche seit gut zwei Wochen in der Praxis des Herrn Doktor Freund aushilft. Zügig packt der Tierarzt seine antik anmutende Arzttasche zusammen, schnappt seinen Mantel, den Hut und macht sich auf den Weg zum Zirkus. Eine unerwartete BegegnungEs dämmert bereits, als er mit seinem Trabant-Kombi auf dem Rummelplatz ankommt. Erste Regentropfen prasseln hernieder. Die Scheibenwischer versagen ihren Dienst. Es stürmt. Blätter fliegen ringsumher, Äste, ganze Sträucher. Das Rauschen der umstehenden Pappeln ist ohrenbetäubend. Das rhythmische Wiegen der Baumkronen verheißt nichts Gutes. |

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Hier und da wuseln Zirkusarbeiter aufgeregt umher und mühen sich ab, das Zirkuszelt aufzubauen. Gar nicht so einfach, wenn einem der Wind heftig um die Nase weht, geht es dem Doktor durch den Kopf. Andere wiederum rangieren pitschnass einen Wohnwagen hin und her. Wieder andere warten paffend den Regenschauer ab, um dann Holzbänke und Barrieren für die Manege aus einem klapprigen Materialwagen ausladen zu können.
Der heftige Schauer ist fix vorüber, so schnell, wie er gekommen war. Sachte steigt der Tierarzt aus dem Wagen aus und tänzelt gekonnt um die Pfützen herum, hinüber zum Zirkuszelt der Tiere, welches abseits gelegen ist. In einer Box gleich neben dem Eingang steht ein elegant anmutender Schimmelhengst mit prunkvoll geflochtener Mähne. Er blubbert leise vor sich hin, als er den Fremden kommen sieht. »Du bist ja ein Hübscher. Wie heißt du?«, fragt der Doktor, als er sich dem Pferd behutsam nähert und an seiner Hand schnuppern lässt. |

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Nebenan frisst ein junger Esel Hafer und Weizenkleie aus einem alten Plasteeimer und ein in die Jahre gekommener Haflinger schaut ihm seelenruhig dabei zu. »Und wie heißt ihr beiden?«, fragt der Doktor. »Das ist Bill, unser Frührentner. Er lahmt seit Kurzem und spricht nicht mehr. Der kleine, schüchterne Graupelz heißt Nils«, antwortet Tristan. »Na, du hast aber einen gesunden Appetit«, streicht der Tierarzt dem Esel über den Rücken, »das ist immer ein gutes Zeichen. Zeig mir mal deinen linken Huf, Bill. Der fühlt sich recht warm an und geschwollen ist er auch. Da müssen wir bald etwas tun.« Der kleine Esel versteckt sich nun hinter Tristan. Ihm ist der sonderbare Fremde nicht geheuer. Eine Box weiter motzen fortwährend zwei Ziegenböcke lautstark umher. Gleich hinter einem großen Heuhaufen leckt eine Alpakadame ihr Jungtier ab, welches sie vor wenigen Augenblicken geboren hat. Unsicher taumelt das kleine Fohlen umher und versucht, schnellstmöglich auf die Beine zu kommen. … |

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Ende der Leseprobe!
Weitere Kapitel:
Ob Enno seinen Platz in der Gemeinschaft findet und welches Abenteuer der junge Nils erleben darf, erfährst du in einer der nächsten Morgelgeschichten, welche irgendwann für dich hier erzählt werden. Bleib voller Neugier! |
Kleine Reihe: Zirkuswelt
Fortsetzung von: Morgel und der kleine Zirkusbär
Rund um die Morgelgeschichten:



Kaufmöglichkeiten:








Ein guter Einstieg, macht Lust auf mehr. 😃
Wundervoll bildlich geschrieben, man fühlt sich mittendrin, auch für Lesemuffel geeignet.
Danke für die schöne Geschichte. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Super!
Die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Schön geschrieben und so phantasievoll. Ich bin neugierig, wie es wohl weitergeht…
Sehr schöne Geschichte- so anschaulich…
Danke für die schönen Geschichten.
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