
Autor: Jens K. Carl.
Illustrationen: Jens K. Carl (KI-generiert unter Zuhilfenahme von Microsoft Copilot Pro).
Altersempfehlung: ab 4 Jahren.
Kleine Reihe: Zirkuswelt.
Fortsetzung in: Morgel und der Möchtegernzauberer.
Dr. med. vet. Volkmar Weidmann aus Uhlstädt-Kirchhasel,
dem besten Tierarzt der Welt.
Was erwartet Dich:
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„Morgel und der kleine Zirkusbär“ entführt in eine Welt aus schaukelnden Planen, rauschenden Choreografien und dem süßen Duft von Popcorn, in der ein winziger Bär namens Dinco gemeinsam mit seiner Mutter Dana die Manege verzaubert. Unter grellen Lichtern und tosendem Applaus ahnt niemand, dass hinter dem bunten Spektakel ein leiser Schatten liegt.
Ein plötzliches Gewitter verwandelt die Landstraße in ein Donnergrollen aus Bremsen und splitterndem Holz. In der Dunkelheit zerreißen schrille Schreie den Regen – und als der Sturm sich legt, liegt der Zirkuskäfig in Trümmern. Dinco taumelt frei, doch sein Herz schlägt wild vor Schmerz und Verwirrung. Allein und verletzt irrt er durch nächtliche Felder, bis ihn ein leiser Ruf in dichten Wald lockt. Dort, im Morgelland, wo Tannen flüstern und Moos geheimnisvolle Spuren zeichnet, erspürt Morgel, der scheue Waldkobold, die Ankunft des verlorenen Bären. Zwischen knorrigen Wurzeln erwacht ein Zauber, der Heilung verspricht. Ein rotbrauner Fuchs mit silbrigem Schweif tritt aus dem Schatten – weder Feind noch Freund, sondern Weggefährte. Er leitet Dinco durch das Dickicht, vorbei an sprechenden Spechten und stampfenden Wildschweinen, die im Dämmerlicht neugierig hervorlugen. Freundschaft wächst in jedem Flüstern der Blätter, Vertrauen in jedem Hauch des Morgentaus. Doch der Pfad ins Herz des Waldes führt an Abgründe alter Trauer. Dinco trägt die Wunde seiner verlorenen Mutter, die Narben brennen ebenso wie die Kratzer an seinem Fell. Jeder neue Schritt ist ein Balanceakt zwischen Furcht und Hoffnung, zwischen Sehnsucht und dem Mut zum Neubeginn. „Morgel und der kleine Zirkusbär“ ist mehr als ein Märchen: Es ist ein Gedicht über Verlust und Zuversicht, über Gemeinschaft, die in den unerwartetesten Gestalten erwächst. Zwischen tobenden Unwettern und stillen Lichtungen, zwischen der Manege und dem Moosteppich entfaltet sich eine Geschichte, die leise tröstet und stark macht. Ein Abenteuer voller Magie, in dem ein kleiner Bär lernt, dass Heimat dort beginnt, wo Herz und Freundschaft Wurzeln schlagen. |
Leseprobe:
Morgel und der kleine ZirkusbärEines schönen Tages schlug auf einem Festplatz unterhalb der Wartburg ein kleiner Familienzirkus für ganze drei Tage sein Zelt auf. Viele Schaulustige waren zu den Vorführungen gekommen: Mütter und Väter mit ihren Kindern, deren Großeltern, Tanten und Onkels, Cousinen und Cousins. Am heutigen Abend wird die Schlussvorstellung stattfinden. Das Zirkuszelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Draußen prasselt derweil Regen in Bindfäden auf das Zeltdach hernieder. Es stürmt und die Zeltmasten schwanken bedrohlich hin und her. Die Artisten und Tiere geben mal wieder alles. Zu sehen ist ein bunter Clown zusammen mit einem in die Jahre gekommenen Esel, die allerhand Quatsch machen. Dann tritt noch ein Jongleur mit Feuerfackeln auf und zwei junge Pferde, die ständig im Kreis herumlaufen. Danach eine Familie aus Hochseilartisten und zum guten Schluss eine Bärin mit ihrem niedlichen Sohn. Der kleine Zirkusbär Dinco und dessen Mutter Dana sind die Hauptattraktion in der Manege. Beide jonglieren mit großen Gummibällen, balancieren auf dem Schwebebalken umher und fahren auf dem Einrad im Kreis herum. Zum Schluss springt der junge Bär noch durch einen brennenden Hula-Hoop-Reifen, der ihm vom Zirkusdirektor Rossini hingehalten wird. |

Dana ist von den täglichen Anstrengungen in der Manege völlig erschöpft und vom Leben im Zirkus gezeichnet. Am liebsten hätte sie aufgegeben, denn sie ist alt und krank. Sie hat bereits einen grauen Pelz bekommen. Seit dem Unfall des Bärenvaters vor knapp einem Jahr fühlt sie sich sehr einsam. Aber sie muss durchhalten, um ihren Sohn Dinco zu behüten.
Dincos unheilsamer VerlustAuch der Zirkus selbst ist in die Jahre gekommen. Die Zeltplane ist löchrig. Die Zugmaschinen, die Wohnwagen der Zirkusfamilien und die beiden Materialwagen, auf denen auch die Käfige der Tiere stehen, sind alt und klapprig. Die Fahrgestelle knacken, das Profil der Reifen ist abgenutzt und die Achsen und Bremsen quietschen beim Fahren. Noch am selben Abend, gleich nach der letzten Vorstellung, wird das Zelt abgebaut und auf den Hängern verstaut. Hektisch geht es zu und laut. Zum Schlafen bleibt kaum Zeit für die Zirkusleute. Auch Dana und Dinco bekommen in dieser Nacht kein Auge zu. Als Dinco nach dem Sturz zur Besinnung kommt, ist es stockdunkel um ihn herum. Totenstille herrscht. Nur das leise Prasseln des Regens auf der völlig durchlöcherten Anhängerplane ist zu hören. Hin und wieder hellt in der Ferne ein Blitz den Himmel auf. Es bedarf etwas Zeit, bis Dinco versteht, was passiert ist. Erst dann kann er die Pfote seiner Mutter loslassen. Tränen fließen über die behaarten Wangen. Das Sprechen fällt ihm schwer. Sein Mund ist trocken und die Zunge klebt am Gaumen fest. Wortlos und taumelig klettert der kleine Bär durch die verbogenen Gitterstäbe nach draußen und versteckt sich hinter einigen Büschen am Fahrbahnrand. Im Nu ist er bis auf die Haut durchnässt. Es bläst ein kalter Wind. Er friert. Dinco schaut noch eine ganze Weile zurück. Traurig muss er mit ansehen, wie der Käfig und seine Mutter mit einem Kranwagen der Feuerwehr auf einen fremden Lastkraftwagen verladen und dann abtransportiert werden. |

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Ende der Leseprobe! Weitere Kapitel:
Welche Abenteuer Dinco noch bestehen muss, ob er innerhalb der Gemeinschaft um den Kobold Morgel seinen Platz findet und aus welcher schlimmen, misslichen Lage der Doktor den Kobold seinerzeit befreit hat, sind weitere Geschichten, die sicher irgendwann einmal auch für Dich hier erzählt werden. Bleib voller Neugier! |
Kleine Reihe: Zirkuswelt
Fortsetzung in: Morgel und der Möchtegernzauberer
Rund um die Morgelgeschichten:



Kaufmöglichkeit:








„Morgel und der kleine Zirkusbär“ entführt dich in die Zeltwelt unterhalb der Wartburg, wo der junge Bär Dinco durch ein Unwetter allein ins Morgelland gerät. Jens K. Carl spinnt einen mitreißenden Faden aus Gefahr und Hoffnung, wenn Morgel und seine Freunde den verängstigten Winzling entdecken und mit schalkhafter Koboldmagie seinen Weg in ein neues Zuhause ebnen.
Die Geschichte verbindet kindgerechten Mut mit einer tiefen Botschaft über Verlust und Geborgenheit. Die zauberhaften, farbigen Aquarell-Illustrationen verleihen jeder Szene eine märchenhafte Aura und lassen die Herzen kleiner und großer Leser höher schlagen.
Toll geschrieben, wirklich klasse!
Super nett. Es fehlt jedoch das WESENTLICHE am Anfang: Wie gemein das Ausnützen, Abrichten der Zirkustiere in der Wirklichkeit abläuft … Kinder sind REALISTEN … müssen auch v. a. darüber Bescheid bekommen. LG J. F.
Eine interessante Geschichte.
Eine kleine spannende Geschichte.
Sehr nett gemacht. 🙂