Morgel und der Schatz im Komstkochsteich (Teil 4)

4.9
(25)


Diesen Teil online kaufen - Hier klicken und Shop auswählen!

Morgelgeschichte 4 - Morgel und der Schatz im Komstkochsteich

Dank an Thomas, für dessen bedingungslose Freundschaft.

Autor: Jens K. Carl,
Illustrator: Jens K. Carl
.

Klappentext:

Igel Stachel und das Rehkitz beobachten, wie zwei schwarze Gestalten offenbar Kuchen im Komstkochsteich versenken. Schnell holen sie Hilfe herbei. Um einer Verschmutzung des Teiches zu begegnen, holt der Waldkobold Morgel mit etwas Zauberkraft den Kuchen wieder an Land. Als dann auch noch die Polizei nach dem vermeintlichen Kuchen sucht, ist dem Kobold und seinen Freunden schnell klar, um was es hier eigentlich geht. Sie haben einen Schatz entdeckt. Sie selbst können mit diesem Schatz allerdings nicht viel anfangen. Daher entschließen sie sich, mit etwas List und Verstand einem Verbrechen zur Aufklärung zu verhelfen und die beiden dunklen Gestalten dingfest zu machen.
Der Autor hat diese Geschichte zusätzlich mit drei märchenhaften Schattenrissen und einer Schatzkarte illustriert.

Leseprobe:

Morgel und der Schatz im Komstkochsteich
Kapitel 1: Zwei dunkle Gestalten
Spät abends, es dunkelt bereits. Die Sonne lässt ihre letzten Strahlen hoch oben über den Baumwipfeln tanzen, bevor sie sich entschließt, doch unterzugehen. Der Tag neigt sich dem Ende zu.

Igel Stachel und das Rehkitz haben sich angefreundet. Beide unternehmen gemeinsam einen letzten abendlichen Spaziergang unten am Komstkochsteich. Gerade um diese Zeit, wenn die Menschen ihre Angeln eingepackt und den Wald verlassen haben, ist die Stimmung am Teich märchenhaft.

Mit einem Male wird die Ruhe durch das Knattern und Aufheulen von Motoren gestört. Der ohrenbetäubende Krach wird immer lauter und macht den Tieren Angst. Überall huschen sie aufgeschreckt ins Dickicht und Unterholz der angrenzenden Wälder oder sie verschwinden in ihren unterirdischen Behausungen.

»Was ist das für ein Lärm, ein Lärm?«, fragt Stachel das Rehkitz aufgeregt.
»Das klingt gefährlich. Oje!«, jammert das Kitz und setzt schon einmal zu einem Sprung ins dichte Unterholz an. »Bloß nichts wie weg hier!«
»Ja du, du hast recht, lass uns schnell in Deckung gehen, Deckung gehen«, stimmt der Igel zu.

Mit hohem Tempo rasen zwei dunkle Gestalten auf Motorrädern vorüber in Richtung Komstkochsteich. Die beiden sind so schnell, dass sie sich wegen der tiefen Löcher auf dem Waldweg eher fliegend fortbewegen. Deren Abgas stinkt wie nach faulen Eiern. Eine dichte Staubwolke macht sich auf dem Weg und im Dickicht breit.
Stachel und Rehkitz bleibt vor Gestank und Staub die Luft weg. Sie müssen husten: »Hrr-Hmm! Hrr-Hmm!« Und niesen: »Hatschi!«

Doch dann ist plötzlich Stille eingekehrt. Den beiden Tieren stockt der Atem.
Die in schwarzes Leder gekleideten Menschen haben am Ufer des Teiches Halt gemacht, die Motorräder abgestellt und ihre Helme abgenommen. Der eine hat einen dicken Kugelbauch und lange, graue Haare auf dem Kopf. Der andere ist spindeldürr und strohblond. Lautstark packen sich die beiden gegenseitig am Kragen. Die Männer streiten darüber, wer wie viel vom Kuchen abbekommt und dass es doch besser sei, alles vorerst im Wasser zu versenken. Der Jüngere der beiden schnappt daraufhin einen silberfarbenen Koffer und wirft diesen im hohen Bogen in den Teich. Dann schmeißt er gleich noch einen schwarzen Rucksack hinterher. Hastig besteigen die beiden ihre Kräder, klatschen sich ab und fahren danach flugs davon.

»Hatschi! Was war das denn, das denn?«, fragt der Igel und ist froh, dem Hustenreiz wieder nachgeben zu können: »Hrr-Hmm! Hrr-Hmm!«
»Keine Ahnung! Angler waren das sicher nicht«, antwortet das Rehkitz und fügt hinzu: »Ich denke, wir sollten schnell Hilfe holen. Hrr-Hmm! Wer weiß, was die da ins Wasser geworfen haben. Doch bestimmt keinen Kuchen. Der verdirbt ja. Das geht doch alles nicht mit rechten Dingen zu. Hatschi!«
»Gute Idee, gute Idee! Hrr-Hmm!«, stimmt ihm Stachel zu. »Mache dich gleich auf den Weg. Am besten holst du den Morgel her, Morgel her.«

Fortsetzung im eBook

Weitere Kapitel:

  • Kuchen im Komstkochsteich
  • Hopsnehmen, mit List und Verstand

In der nächsten Geschichte gibt es ein kurzes Wiedersehen mit Mani und Gerd. Was sie wohl diesmal für ein Abenteuer erleben werden? Bleib voller Neugier!

Bestellen:

Diesen Teil online kaufen - Hier klicken und Shop auswählen!
Morgelgeschichte 4 - Morgel und der Schatz im Komstkochsteich

Weiter geht es mit:

Morgel und der kleine Zirkusbär (Teil 5)

Bitte bewerten Sie diese Geschichte:

Klicken Sie auf einen Stern, um eine Bewertung abzugeben.

Durchschnittliche Bewertung. 4.9 / 5. Stimmenzahl: 25

Bisher keine Stimmen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

3 Kommentare:

  1. Im Zauberwald braucht man keinen schnöden Mammon.

    Kein Pardon für Bankräuber.
    Während Teil 1 bis 3 weitestgehend aufeinander aufbauen und eine durchgehende Handlung erzählen, ist Teil 4 ein eigenständiges Märchen. Das Cover macht einen wirklich guten Eindruck und die Handlung ist kindgerecht. Die drei Schattenrisse zeigen ein dynamisches Geschehen, wie zum Beispiel, Motorradfahrer in Lederkombi oder Polizei mit einem modernen Streifenwagen.
    Nach einem Banküberfall auf die Sparkasse in Waltershausen versenken die Räuber ihre Beute im Komstkochsteich. Dabei werden sie vom Igel Stachel und dem Rehkitz beobachtet. Schnell wird klar, dass es sich anstatt um Kuchen, um Geld handelt, was da in den Fluten verschwunden war. Doch was sollen die Tiere, Pflanzen und der Waldkobold damit anfangen. Geld ist das letzte, was man im Morgelwald zum Leben braucht. »Das Geld muss weg! … Wir können so und so nichts damit anfangen«, gibt Morgel überzeugend vor. Mit einem ausgeklügelten Plan leisten die Gefährten um den Kobold der hiesigen Polizei Schützenhilfe und bringen so die Täter zur Strecke.

  2. Ingeborg Löffler

    Wieder ein sehr schönes modernes Märchen, welches wunderbar in diese Zeit passt. Das Cover halte ich für sehr gelungen. Auch die Kurzbeschreibung lässt einiges erwarten. Im Nu war ich in die Handlung eingestiegen. Von Anfang an ist Spannung da, die während der Geschichte nicht an Kraft verliert. Die Handlung ist überzeugend und nachvollziehbar. Jede Morgelgeschichte hat eine eigenständige Handlung, allerdings, um mehr über die Umgebung und die Charaktere zu erfahren, ist es ratsam, auch die ersten drei Teile der Morgelgeschichten gelesen zu haben. Sehr zu empfehlen.

  3. Ich finde diese Geschichte wunderbar. Es wird erzählt, wie die Tiere der Polizei helfen, einen Bankraub aufzudecken. Alles Geld der Welt bringt nichts, wenn es nicht auf ehrliche Weise verdient wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.